Mittwoch, 21. Juni 2017

~Kriminalroman~ Carla Berling~ Mordkapelle~

Verlag: Heyne

Seien: 400

ISBN: 978-3-453-41996-4

Preis Taschenbuch: 9,99 Euro

Kurzbeschreibung:

Ein malerischer Sommerabend auf dem Land. Als die Lokalreporterin Ira Wittekind zur brennenden Friedhofskapelle in Rehme gerufen wird, findet sie ein schauriges Szenario vor: In der Ruine steht ein Rollstuhl vor dem Altar, der Mann darin ist tot. Es handelt sich um den angesehenen Apotheker Ludwig Hahnwald, allen bekannt als der schöne Ludwig. Ira Wittekind beginnt zu recherchieren. Dabei stößt sie auf ein dichtes Geflecht aus Lügen, Intrigen und verratener Liebe. Und auf ein grauenhaftes Unrecht, das vor vielen Jahren begangen und nie gerächt wurde.



Meine Meinung:

Da hat es der schöne Ludwig aber wirklich spannend gemacht....

Der Prolog hat mich gleich mal fast umgehauen. Ludwig lässt kurz seine Gefühle an sich vorbeiziehen und kämpft um sein Leben. Hilfe scheint zu nahen....


Auch der Einstieg in die Geschichte war von Anfang an spannend und nach und nach lernt man schnell sämtliche wichtige Protagonisten kennen. Hauptkern in diesem Buch und wichtigste Person ist allerdings Ira, ohne sie wäre das Buch gar nicht denkbar. Hier hat die Autorin eine ganz starke, interessante und unheimlich tolle Protagonistin erschaffen. Soviel Biss, Humor und Köpfchen wie Ira in ihren Handlungen zeigt, haben mich hier Seite für Seite mitgerissen. Mit allem Mitteln will sie wissen warum Ludwig, der stets großzügig schien, so qualvoll ums Leben gekommen ist. Die Ermittlungsarbeit der Polizei rückt hier in den Hintergrund, die meiste Zeit liest man über die Recherchen Iras.

Schnell haben sich ganz viele Fragen ergeben. Was war mit Rosie? Warum macht sich jedes Familienmitglied irgendwie verdächtig? Welche schlimme Sache muss vor vielen Jahren geschehen sein? Vor allem aber: was führt der Steinhauer im Schilde?

Ganz schnell war für mich klar, das jeder irgendwie ein Motiv hatte, was mir das Rätseln um den Mörder natürlich nicht erleichtert hat. Ich hatte hier alle 20 Seiten eine andere Person in Verdacht! Ganz toll wie es der Autorin gelungen ist den Leser immer wieder aufs neue in die Irre zu führen. Schritt für Schritt erfährt man etwas über die früheren Jahre, aber auch hier kann man Anfangs nur spekulieren was denn geschehen sein könnte. Als dann am Ende nach und nach die Aufkläung folgte, war ich nicht nur einmal überrascht.

Mehrere Schockmomente und auch die Drohungen gegen Ira, haben mir richtig Angst gemacht. Langweile kam hier auf keiner Seite auf, denn ein Ereignis und eine unerwartete Wendung jagte die nächste.

Das Ende hat mir gut gefallen, auch hier gab es noch die eine oder andere Überraschung und was ich immer besonders gut finde, es wurde alles genau und lückenlos erklärt, so das für mich wirklich keine Frage mehr offen blieb. Ganz toller Kriminalroman! Vielen Dank für das Lesevergnügen!






Dienstag, 13. Juni 2017

~Thriller~ Daniela Frenken~ Blutiges Erbe~

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten: 296

ISBN-10: 1539508218

Preis Taschenbuch: ab 4,19 Euro

Kurzbeschreibung:

Als bei einem Autounfall Jennis glückliche Familie auseinandergerissen wird, ist sie am Boden zerstört. Plötzlich eine Witwe mit einem kleinen Sohn, muss Jenni nicht nur mit dem Verlust ihres geliebten Peter fertig werden, auch Olli bereitet ihr Sorgen, denn er scheint den Tod seines Vaters nicht zu verkraften. Jennis Familie bereitet zusätzlichen Ärger und auch finanziell sieht es düster aus. Doch da erscheinen plötzlich aus dem Nichts die totgeglaubten Eltern Peters und bieten ihre Hilfe an. Hoffnungsvoll beschließt Jenni, gemeinsam mit Olli in den Ferien die neue Verwandtschaft im fernen Bayern zu besuchen. Jenni ist begeistert von den freundlichen Leuten, die sie und Olli in ihre Familie aufnehmen, und auch Olli blüht auf und ist immer öfter das unbeschwerte Kind, das er eigentlich sein sollte. Alles wäre wunderbar, wenn da nicht Peters Cousin Anton wäre. Der merkwürdige junge Mann zeigt ein auffälliges Interesse an Olli und bringt ihn auf merkwürdige Ideen. Jenni bekommt mehr und mehr den Eindruck, dass mit Anton irgendetwas nicht stimmt. Als in der Gegend Wanderer verschwinden und Jenni immer öfter auf merkwürdige Geschehnisse aufmerksam wird, beschleicht sie ein schrecklicher Verdacht. Jenni forscht nach und macht eine grauenvolle Entdeckung. Und plötzlich gleicht die Bergidylle eher einem Alptraum und Jenni und Olli fürchten um ihr Leben.


Meine Meinung:

Was für ein spannendes Buch! Hier konnte ich einfach nur durch die Seiten gleiten, musste nicht viel nachdenken und durfte spannenden Thrill genießen.

Jennis Mann Peter ist überraschend bei einem Unfall ums Leben gekommen, kurz nachdem sein Bruder überraschend bei ihm aufgetaucht ist. Kurz darauf machen Jenni und ihr Sohn Olli Urlaub bei der für sie noch fremden Familie ihres Mannes und schnell passiert eins nach dem anderen. Die Familienmitglieder sind undurchschaubar und deren Verhalten wirft immer neue Fragen auf und wird immer verwirrender. Bald begreift Jenni, das sie und ihr Sohn in Gefahr sein könnten. Aber warum....?

Ich konnte hier Seite für Seite genießen. Da hier wirklich jeder Protagonist in Rätseln gesprochen hat und absolut undurchschaubar war, konnte ich mir auch auf nix wirklich einen Reim machen. Was hat es mit den Souveniers auf sich und ist Anton so geisteskrank und gefährlich wie Jenni glaubt? Ich bin hier aus dem grübeln nicht mehr rausgekommen und war gespannt was sich hier anbahnt. Denn das sich etwas großes und bedrohliches anbahnt, das war greifbar.

Als die Seiten immer näher in Richtung Aufklärung gerückt sind, wusste ich schon gar nicht mehr wo mir der Kopf steht. Plötzlich hat sich alles überschlagen was sich überschlagen kann und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Schockierende Erkenntnisse und die Tragweite dessen was hier über Jahre hinweg passiert ist haben mich wirklich überrascht und schockiert. Sehr schön, das hier dann am Ende keine Fragen mehr übrig geblieben sind und alles wirklich lückenlos aufgeklärt wurde.

Donnerstag, 8. Juni 2017

~Kriminalroman~ Inge Löhnig~ Sieh nichts böses~

Verlag: List

Seiten: 448

ISBN-13 9783548613192

Preis Taschenbuch: 9,99 Euro

Kurzbeschreibung:

Sieh nichts Böses. Hör nichts Böses. Tu nichts Böses.

Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind. Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halbverwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur – ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses. Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.


Meine Meinung:

Was für ein toller Kriminalroman. Während einer Übung der Polizei wird durch Zufall eine Leiche entdeckt und schon überschlagen sich die Ereignisse. Spuren und Hinweise gibt es so gut wie keine und ein ähnlicher Mord 2 Jahre zuvor ist ebenfalls noch ungeklärt.

Hier musste ich mich Anfangs ein bisschen reinfitzen weil ich die Protagonisten immer durcheinandergebracht habe. Ging dann aber ganz schnell und ich war einfach nur vertieft in diese verzwickte und spannende Geschichte. Die Ermittler und die restlichen Charaktere sind ganz toll beschrieben, ich hatte zu jedem irgendwie einen Draht und jeder hatte seine eigene Persönlichkeit. Auch die privaten Geschichten um die Ermittler, vor allem Gina und Konstantin, waren sehr interessant und abwechslungsreich. Aber auch die restlichen Protagonisten hatten alle ihre eigene Geschichte.

Was hier passiert ist und wie tief diese Story vernetzt ist, hätte ich gar nicht für möglich gehalten. Hier gibt es so viele Zusammenhänge und die Autorin hat hier ganz geschickt ganz viele Verdächtige geschaffen. Jeder hatte irgendwie ein Motiv und jeder macht sich durch irgendetwas verdächtig. Ich war hier eine ganze Weile auf dem Holzweg. Erst nach und nach fügt sich alles zusammen und trotzdem entstehen immer wieder neue Fragen. Geschockt war ich eigentlich das ganze Buch über, da ich hier mit neuen schockierenden Wendungen nicht verschont wurde.

Für mich war dieses Buch Lesevergnügen pur, an keiner Stelle langweilig und ich werde jetzt gleich mal schauen, was es noch so für Bücher der Autorin gibt.

Sonntag, 4. Juni 2017

~Thriller~ Federico Inverni~ Das Opfer Null~

Verlag: Penguin Verlag

Seiten: 448

ISBN: 978-3-328-10091-1

Preis Taschenbuch, Broschur: 10,00 Euro

Kurzbeschreibung:   


Du weißt, wie es ist, in Finsternis zu leben. Du spürst, wo das Böse sich versteckt. Aber du kannst dich ihm nicht entziehen.

Seit dem Tod seiner Familie ist für den ehemaligen verdeckten Ermittler Lucas nichts mehr, wie es war. Er isst nicht, er schläft nicht, er empfindet nichts. So muss sich die ewige Dunkelheit anfühlen. Doch dann tötet ein Serienmörder vier Frauen, und die Polizei ist auf Lucas' Hilfe angewiesen. Denn niemand kann Tatorte so gut lesen wie er. Gemeinsam mit der jungen Psychiaterin Anna entwickelt er ein Täterprofil, scheint den Killer allmählich zu durchschauen. Aber dann wird die Mordserie unterbrochen. Etwas muss geschehen sein. Und Anna beginnt, Lucas zu hinterfragen. Denn auch sie hat in ihrem Leben schon in viele Abgründe geblickt …


Meine Meinung:

Das Buch startet sofort bei 100 Prozent als Lucas, verdeckter Ermittler, zu einem Tatort gerufen wird an dem ein Scharfschütze für mehrere Tote und Schwerverletzte sorgt. Geheimisvoll und hochspannend geht es weiter, denn auch der Fall eines Serienkillers, der schon mehrere tote Mädchen gefordert hat belastet die Polizei.

Das Erzähltempo ist hier sowas von rasant das ich mich Anfangs wirklich anstrengen musste um auch jedes Detail im Kopf zu speichern aber ich war sehr schnell komplett in dem Buch versunken. Die beiden Hauptprotagonisten, Lucas und Anna, sind absolut eigen, intelligent und bemerkenswert und somit zwei verdammt starke, wenn auch unterschiedliche Charaktere. Aus beiden wird man nämlich bis zum Schluss nicht schlau und ich konnte mir die ganze Zeit keinen Reim machen ob die beiden etwas zu verbergen haben und vielleicht stärker in den beiden Fällen hängen als gedacht. 

Das größte Rätsel allerdings war für mich Lucas. Geheimnisvoller und vor allem klüger geht fast nicht und doch scheint er einige Leichen im Keller und viel zu verbergen haben und schreckt vor allem vor nichts zurück um beim Ermitteln seine Ziele zu erreichen. Ich war mehrmals überrascht wie gut sich hier Seite für Seite die vielen losen Fäden verknüpft haben und gleichzeitig natürlich wieder neue Fragen für neue Aufregung und vor allem Spannung gesorgt haben. An unerwarteten Drehungen und Wendungen und vor allem an Intelligenz mangelt es in diesem Buch definitiv nicht und der Plot ist ausgereift und unheimlich komplex.

Für Thrillerfans ein absolutes Lesevergnügen und uneingeschränkt zu empfehlen, Eines der Bücher, die man auf keinen Fall wieder aus der Hand legen kann!                                             

Montag, 29. Mai 2017

~Thriller~ J P Delaney~ The Girl before~

Verlag: Penguin Verlag

Seiten: 400

ISBN-10: 3328100997

Paperback, Klappenbroschur Preis: 13,00 Euro

Kurzbeschreibung:

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.



Meine Meinung:

Über dieses Buch habe ich schon so viele Rezensionen mit den unterschiedlichsten Meinungen gelesen. Irgendwann habe ich dann einfach nur Lust gehabt mir selbst ein Urteil zu bilden und das Buch zu lesen.

Hier verspricht die Kurzbeschreibung nicht Zuviel, ab dem zweiten Kapitel ist man tatsächlich in einem reißenden Sog gefangen.

Folgate Street 1, ich fand, allein das klang schon einfach nach mehr und als das Haus hier vorgestellt und beschrieben wurde, vor allem auch die ganzen Regeln die es einzuhalten gilt beschrieben wurden, war ich einfach nur gespannt und entsetzt was in diesem hochmodernen Gebäude für Gefahren und Überraschungen lauern.

Über 200 Regeln die man einhalten muss und eine tragische Vorgeschichte belasten dieses Haus, trotzdem wurden weder Emma noch Jane davon abgeschreckt und wollten unbedingt in dieses Haus ziehen, was allerdings gar nicht so einfach ist, denn den meisten Interessenten wird der Mietantrag grundlos abgelehnt.

Genau um Emma und Jane geht es auch sofort, man liest immer abwechselnd von den beiden Frauen. Einmal von Emma, die einige Jahre zuvor in dem Haus gelebt hat und einen Schicksalsschlag in dem neuen Zuhause verarbeiten will und dann eben von Jane, welche eine Totgeburt hatte und in ihrer neuen Umgebung wieder zu sich selbst finden und ihre Trauer überwinden möchte.

Doch welche Rolle spielt Edward, der schöne, eiskalte und perfektionistische Vermieter? Was will er wirklich mit den vielen Regeln erreichen und warum ist er so extrem perfektionistisch? Sind seine Frau und sein Sohn wirklich durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen? Wie ist das Unglück mit Emma passiert? Vielleicht doch Mord? Und vor allem: wird Jane etwas passieren? Wenn ja, was?

Ich hab mir hier so viele Fragen gestellt und war gefangen in der Geschichte um die beiden Frauen, welche beide eng mit Edward verbunden waren. Immer wieder tauchen neue Erkenntnisse auf, vor allem um die Sache mit Emma und ich war teilweise regelrecht verstört, so krasse Wendungen gab es in den Erzählungen. Spannung, Dramatik und Wendungen kommen in diesem Thriller, der im übrigen völlig unblutig auskommt, definitiv nicht zu kurz.

Der Autor hat hier unglaublich starke Charaktere erschaffen. Jeder ist auf seine Weise irgendwie krank und/oder verstört aber halt auch verdammt undurchschaubar und hochinteressant. Psychologisch ist dieser Thriller unglaublich ausgereift und überzeugt durch Spannung und Überraschung bis zur letzten Seite!




                                                  

Freitag, 26. Mai 2017

~Thriller~ Melisa Schwermer~ So dunkel die Angst~

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten: 303

ISBN-10: 1544982577

Preis Taschenbuch: 9,99 Euro


Kurzbeschreibung:

Fabian hob die Taschenlampe. Auf einem Stuhl an der linken Wand kauerte eine Person. »Keine Bewegung«, rief er und richtete den Lichtstrahl auf ein blutverschmiertes Gesicht.
Ein mysteriöser Entführungsfall stellt Fabian Prior und Thomas Wendtner vor ein Rätsel. Von einem angeblichen Kinobesuch mit Freunden kehrte die Sechzehnjährige Sophie nicht wieder nach Hause zurück. Jahre später steht sie plötzlich völlig verwahrlost vor der Tür ihrer Eltern. Offensichtlich konnte sie ihrem Peiniger nur knapp entkommen. Doch etwas scheint an ihrer Geschichte nicht zu stimmen. Was verschweigt sie den Ermittlern? Je intensiver sich Fabian und Thomas mit dem Fall beschäftigen, desto tiefer erscheinen die Abgründe vor ihnen.

Der zweite Fall für Fabian Prior und Thomas Wendtner - ein Psychothriller der Bestseller-Autorin Melisa Schwermer, den Sie nicht mehr aus der Hand legen können.

Die einzelnen Bände der Reihe um Fabian Prior können unabhängig voneinander gelesen werden.
Leserstimmen zu den Büchern von Melisa Schwermer:
"Ich habe nich nie ein Buch sooooo schnell gelesen wie dieses ... großes Lob für so dunkel die Angst ." Tanja, Testleserin
"Psychologisch auf höchster Ebene ausgearbeitet. Die Totgesagte ist grandios." Mika, Testleserin
"Vom Aufbau her absolut genial. Sehr spannend und überzeugend. Chapeau." Sabine, Testleserin
"Was mir sehr, sehr, sehr gut gefallen hat, ist, dass die Autorin das Hauptaugenmerk auf die psychische Entwicklung der Frauen gelegt hat." Irve liest, Bloggerin und Vorableserin
"Das Buch ist so fesselnd, dass man schon bald Entzugserscheinungen hat wenn man es mal weglegen muss... " Kitty411
"Gänsehaut und Schockmomente, so kennt man Melisa Schwermer. " Agnes B., Testleserin
"Immer wieder habe ich gerätselt, wer und was wohl dahinter steckt. Habe überlegt, was wohl als nächstes passiert. Es war mir einfach nicht möglich, das Buch nicht in einem Tag zuende zu lesen." Julia


Meine Meinung:

Was war das denn? Das Buch liest sich so rasant, dass ich total überrascht war schon am Ende zu sein.

Anfangs lernt man hier Harald und auch gleich sein erstes Opfer kennen. Was dann folgte war ein wirklich genialer Thriller. Eingesperrt im Keller liest man hier von Haralds Opfern und ihren Qualen. Auch wurde hier gut die Gefühlslage der Familie von Sophie beschrieben. Die Story ist eigentlich eine komplette Zitterpartie, ich habe teilweise wirklich mitgelitten und die Spannung förmlich inhaliert.

Interessant ist hier auch die psychische Entwicklung der beiden Frauen, denn nach einiger Zeit in Gefangenschaft verändern diese sich natürlich und ich war hier öfters überrascht und fassungslos und habe mir so meine eigenen Gedanken gemacht das es eigentlich Wahnsinn ist, wie man sich in gewissen Situationen automatisch verändern kann.

Geschockt wird man hier als Leser auch mehr als genug und Spannung besteht im Prinzip das ganze Buch über. Zwar ist das Buch relativ unblutig, aber der psychische Thrill ist hier mehr als gut gelungen. Kaum zu glauben das ich so schnell zum Ende gekommen bin, ich werde jetzt gleich mal schauen was es noch für Bücher der Autorin gibt, denn ich bin wirklich begeistert!


Mittwoch, 24. Mai 2017

~Jugendbuch~ Caleb Roehrig~ Niemand wird sie finden~

Verlag: cbj

Seiten: 416

ISBN: 978-3-570-17334-3

Erschienen: 22.05.2017

Klappentext:

Zwei können ein Geheimnis bewahren – wenn einer von beiden tot ist

Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen …

Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst …


Meine Meinung:

Ich habe sehr lange kein Jugendbuch mehr gelesen und von den letzten war ich nicht so begeistert, darum habe ich eine ganze Weile keins mehr lesen wollen. Nun bin ich auf diesen Titel aufmerksam geworden und hatte richtig Lust auf das Buch.

Enttäuscht wurde ich dieses Mal nicht, ich war wirklich begeistert von dem Buch und überrascht, wie spannend auch Jugendbücher sein können.

Seitdem January verschwunden ist überschlagen sich die Ereignisse und ein Geschehen jagt das nächste. Der Leser wird hier mit vielen, für Jugendliche typischen Problemen konfrontiert und man kommt eigentlich gar nicht so richtig zum Luft holen, da immer irgendetwas neues passiert.
Hauptsächlich dreht sich natürlich alles um das verschwinden des Mädchens und hier spielt Flynn, ihr Exfreund die größte Rolle. Er will alles versuchen um January zu finden und fängt an alles zu rekonstruieren und selbst ein wenig zu ermitteln. Dabei geht er wirklich geradlinig und mutig vor und lernt sich auch selbst besser kennen. Mit Flynn wurde hier ein ganz toller Charakter erschaffen. Fair, immer er selbst und vor allem ehrlich. Ich konnte mich jederzeit in ihn hineinversetzen und war begeistert von seiner Persönlichkeit und seiner Reife, die für sein Alter ja gar nicht so typisch ist. Allerdings wurden hier auch die anderen Protagonisten sehr realitätsnah und interessant gezeichnet, jeder war auf seine Art sehr glaubhaft und jeder konnte mein Interesse wecken.

Die Spannung kommt in diesem Buch keinesfalls zu kurz, klar es ist ein Jugendbuch da ist nix blutrünstig oder psychisch brutal beschrieben, dennoch habe ich auf jeder Seite mitgezittert und war von vielen neuen Erkenntnissen und Drehungen wirklich überrascht. Immer wenn ich dachte, nun weiß ich was passiert ist, Pustekuchen, sofort geschah etwas, das alles vorherige wieder verworfen hat.

Das Ende war ein Schockmoment nach dem nächsten und hat mich dann nochmal völlig überrumpelt. DAMIT hätte ich nämlich nicht gerechnet und alles kam somit noch einmal völlig unerwartet. Dennoch war ich absolut zufrieden mit diesem Schluss und kann das Buch absolut empfehlen und zwar jedem,  nicht nur Jugendlichen!

Samstag, 20. Mai 2017

~Thriller~ Julia Corbin~ Die Bestimmung des Bösen~

Verlag: Diana

Seiten: 416

ISBN: 978-3-453-35934-5

Preis Taschenbuch: 9,99 Euro

Kurzbeschreibung:

„Schließ die Augen und zähl bis hundert.“ Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Waise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen.

Dreiundzwanzig Jahre später ist Alexis Hall Kommissarin bei der Mannheimer Kripo. Doch die wahren Gründe, warum sie zur Polizei ging, kennt niemand. Als mehrere brutal entstellte Frauenleichen in einem Wald entdeckt werden und sie die Ermittlungen leiten soll, holt sie ihre Vergangenheit ein. Denn die weißen Anemonen, mit denen die Leichen geschmückt sind, kennt Alexis nur zu gut aus ihrer Kindheit …


Meine Meinung:

Dieses Buch war einfach nur grandios! Man startet mit einem Gänsehautprolog, der gleich einige Fragen aufwirft und der mir sofort erstmal die Tränen in die Augen getrieben hat! Schon da wusste ich, dieses Buch KANN nur gut werden!

Hier gibt es zwei Erzählstränge. Ein hochspannender, der von der Gegenwart und vor allem von den vielen Morden erzählt. Es werden immer 2 Leichen gefunden und die Ermittlungen verlaufen natürlich im dunkeln. Alexis, die leitende Ermittlerin ist hier genauso ratlos wie die Biologin Karen, die richtig gut darin ist Hinweise aus dem Ungeziefer und der Natur in der Umgebung der Toten und an den Toten zu entschlüsseln und gezielt zur Täterfindung zu verwenden. Karen und Alexis waren mir beide sofort richtig nah und sympathisch und die Autorin hat diese beiden, sowie auch die anderen Protagonisten wirklich Detailgetreu beschrieben und komplett echt wirken lassen.

Ich bin vor Spannung fast geplatzt, denn hier gibt es so viele Verdächtige und auch Alexis scheint ja selbst ein kleines Geheimnis zu sein und viele Dinge für sich zu behalten.

Außerdem liest man hier noch von der Vergangenheit, von Alexis als kleines Kind und ihr Leben nach dem Tod ihrer Eltern. Auch hier entstehen einige Fragen und ich war gespannt ob ich des Rätsels Lösung vielleicht in der Vergangenheit finde.

Weit gefehlt, die Story hier ist so komplex und vielschichtig, das man hier als Leser in viele unterwartete Wendungen praktisch geschmissen wird sobald man denkt zu wissen wer der Täter ist und was denn nun passiert ist. Vor allem am Ende bin ich immer wieder aufs neue Überrascht worden, denn hier ist wirklich gar nichts wie es scheint!

Viel besser geht ein Thriller nicht. Hochspannend und ausgereift vom Anfang bis zum Ende mit einer Thematik die es wirklich in sich hat!

Dienstag, 16. Mai 2017

~Roman~ Anja Saskia Beyer~ Erdbeeren im Sommer~

Verlag: Tinte&Feder

Seiten: 300

ISBN-10: 1542045584

Preis Taschenbuch: 9,99 Euro

Klappentext:


Enttäuscht und mit Wut im Bauch sitzen Luisa und Mona in ihrem VW-Bus auf dem Weg nach Süditalien. Nach einem missglückten Heiratsantrag und einem handfesten Ehekrach brauchen die beiden Freundinnen dringend einen Ortswechsel. Und da bieten sich Tante Giulias idyllischer Erdbeerhof und das kleine mediterrane Ristorante geradezu an. Was die beiden dort erwartet, ist allerdings weit mehr als schmackhafte Erdbeeren und italienische Küche: Luisa wird ihre alte Jugendliebe Mat­teo wiedertreffen und auf ein Geheimnis stoßen, das sich um ein außergewöhnliches Kochbuch rankt. Als Tante Giulia über­raschend abreist, sind Luisa und Mona gezwungen, tief in die Familiengeschichte einzutauchen, die sie bis in die turbulenten 50er Jahre zurückführt. Die Ereignisse von damals werden Lui­sas Leben verändern – auf eine Weise, wie sie es nie für möglich gehalten hätte



Meine Meinung:

Nach einem Prolog der mich sofort nachdenklich gemacht hat, sitzen Luisa und Mona auch schon in ihrem Bus und sind auf dem Weg nach Italien. Hier erfährt man gleich ein bisschen was über die beiden, die mir sofort sympathisch waren.

Allerdings überschlagen sich, so wie die beiden dort angekommen sind, auch schon die Ereignisse.
Warum muss Giulia von jetzt auf gleich so plötzlich weg und wirkt noch dazu total verstört? Und was hat es mit dem Amerikaner Nick auf sich, der in Italien einiges über die Vergangenheit herausfinden will? Vor allem: was passiert mit Matteo und Luise?
Ich war total gespannt und bin nur so durch die Seiten geflogen. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die liebevollen und Beschreibungen der Autorin bis ins kleinste Detail. Egal ob es sich um Giulias Haus, das leckere italienische Essen oder die Umgebung gedreht hat, ich konnte mir hier wirklich von allem ein genaues Bild machen, was mich wirklich begeistert hat, denn die Autorin hat es geschafft die dortige Gegend wirklich lebendig zu machen.

Vor allem habe ich, so wie Luisa und Mona in Italien angekommen sind, sofort wahnsinnig Fernweh und Lust auf Italien bekommen.

In dem Buch liest man im "jetzt" von 2017 und ein zweiter Erzählstrang handelt von der Vergangenheit rum um die 40-er bis fast in die 60-er Jahre. Ich fand beide Perspektiven toll, allerdings war ich riesig gespannt was früher alles passiert ist, denn das wurde hier sehr dramatisch, spannend und einfühlsam erzählt.

Von jetzt auf gleich passiert unheimlich viel und ich war mehrmals wahnsinnig überrascht. Plötzlich fügt sich eins ins andere sämtliche Emotionen drohen den Leser zu überrollen. Mit einigen Dingen hätte ich nicht gerechnet, plötzlich erschien einiges aus einer ganz neuen, anderen Perspektive. Ein ganz tolles Buch, was ich bedenkenlos sofort weiterempfehlen kann!

Montag, 15. Mai 2017

~Montagsfrage~

Heute gibt es bei Buchfresserchen wieder die Montagsfrage.


Heute: Gibt es ein Buch, dass du früher richtig gern mochtest, aber inzwischen nicht mehr?


Antwort: JAAA!!! Die Biss- Reihe. Ich glaube, die habe ich einfach viel zu oft gelesen. Ich habe die Filme aber eben vor allem die Bücher geliebt. Heute würde ich keins der Bücher mehr lesen, vielleicht bin ich mittlerweile ja auch einfach aus dem Alter raus. Aber ich glaube, ich hab mich an den Büchern einfach "sattgelesen"