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Freitag, 7. April 2017

~Thriller~ Shari Lapena~ THE COUPLE NEXT DOOR~

Verlag: Bastei Lübbe

Seiten: 350

ISBN: 978-3-7857-2585-6

Preis: 15 Euro

Klappentext: 

Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schläft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer – und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer.
Es bleibt nur eins: die Polizei zu rufen – doch wer weiß, was sie finden wird …


Meine Meinung:

Alles beginnt wie ein typisches (wovon ich nun schon einige gelesen habe) Baby-Entführungsdrama. Ich war wirklich gespannt, denn ich habe vor gar nicht langer Zeit etwas ähnliches gelesen und war hellauf begeistert und mit so vielen Gefühlen mittendrin. Hier bin ich ziemlich enttäuscht, auch wenn das Buch sonst fast nur positive Rezensionen hat, mich hat es leider nicht wirklich begeistert.

Anne und Marco kommen nach Hause und ihr Baby, Cora, liegt nicht mehr in ihrem Bettchen. Sofort beginnen die Ermittlungen und dann jagt auch schon ein Klischee das nächste. Von den Protagonisten werden sämtliche dunke Seiten aufgedeckt und die Autorin versucht hier einzufädeln das man natürlich jeden für den Täter halten könnte. Das ist ihr nur bedingt gelungen, mein Anfangsverdacht hat sich ziemlich schnell bestätigt und der Täter wird auch schon vor der Hälfte des Buches offenbart. Das fand ich passend, denn hier kommen tatsächlich noch ein, zwei Wendungen die auch mich überrascht haben und so das Buch an einigen Stellen sogar noch bis fast zum Schluss spannend halten. 

Was mir nicht gefallen hat war, das hier bei mir einfach nichts an Gefühlen rübergekommen ist. Ich konnte in die Story einfach nicht eintauchen, nicht mitleiden. Alles blieb oberflächlich und irgendwie steif. Sämtliche Protagonisten waren zwar da und mitunter für ihren Teil auch interessant, aber ich habe mich mit keinem irgendwie verbunden gefühlt. Alle waren nichts besonderes, sondern wie schon gesagt einfach nur irgendwie da, allerdings ohne jeglichen Tiefgang. Ich konnte weder mit Anne noch mit Marco oder Anne´s Eltern mitfühlen. Auch das verschwundene Baby oder die Angst und Trauer um die kleine haben nichts bei mir ausgelöst. Schade, das passiert mir eigentlich nur recht selten. 

Ich war dann noch gespannt ob denn die kleine gefunden wird und ob und wie es dann weitergeht. Wie ich schon erwähnte, wird zum Schluss noch das eine oder andere Geheimniss aufgedeckt. Was sich die Autorin allerdings bei den letzten Seiten gedacht hat ist mir schleierhaft, die waren meiner Ansicht nach völlig überflüssig und mir wurde damit das Ende ein bisschen versaut. Schade.