Sonntag, 17. März 2019

~Roman~ John Grisham~ Das Bekenntnis~

Verlag: Heyne

Seiten: 592

ISBN: 978-3-453-27213-2

Preis Hardcover: 24 Euro

Kurzbeschreibung:

 Oktober 1946 in Clanton, Mississippi. Pete Banning ist einer der angesehensten Bürger der Stadt. Der hochdekorierte Kriegsveteran hat es als Oberhaupt einer alt eingesessenen Familie mit dem Anbau von Baumwolle zu Reichtum gebracht. Er ist ein aktives Mitglied der Kirche, ein loyaler Freund, ein guter Vater, ein verlässlicher Nachbar. Doch eines Morgens wendet sich das Blatt. Pete Banning steht in aller Früh auf, nimmt ein leichtes Frühstück zu sich, fährt zur Kirche und erschießt den Pfarrer. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Die Gemeinde ist erschüttert, und es gibt nur eine einzige Frage: Warum? Pete Banning aber schweigt. Sein einziger Kommentar lautet: »Ich habe nichts zu sagen.« Und auch als ihm die Todesstrafe droht, bricht er sein Schweigen nicht. Ein Aufsehen erregender Prozess beginnt, an dessen Ende in Clanton nichts mehr ist, wie es zuvor war.



Meine Meinung:

Das war doch tatsächlich mein erstes Buch von John Grisham und ich war wirklich total gespannt.

Zu Beginn lernt man Pete kennen und auch wenn ich ja wusste er wird gleich jemanden umbringen, war er mir sofort total sympathisch. Auch die anderen Protagonisten waren allesamt lesenswert und interessant. Ich war sofort in der Geschichte versunken und konnte mir natürlich auf nix einen Reim machen. Das ist auch eine Weile so geblieben, denn man bekommt immer nur vereinzelte Häppchen hingestreut, die man anfangs einfach noch nicht zusammensetzen kann. 

Dann hat sich bei mir leider ganz schnell Langeweile eingestellt, dabei hatte ich doch noch sooo viele Seiten vor mir. Nach der Verurteilung von Pete und der Ausführung des Urteils ist irgendwie die ganze Geschichte abgeflacht. Auch Teil 2, der sich nur um den Krieg dreht, hat nicht dazu beigetragen, dass das Buch wieder Spaß macht. Diesen Teil hätte man sich auch komplett sparen können. Mich hat zwischendrin eigentlich nur interessiert, was mit Stella, Joel und Florry "zu Hause" passiert. Diese Passagen allerdings haben Spaß gemacht und waren echt gut. Außerdem habe ich ja noch auf ein paar Drehungen und Überraschungen bei der Aufklärung gehofft. 

Die Aufklärung kam dann wirklich auch erst auf den letzten Seiten, allerdings blieb die große Überraschung aus. Ich hatte schon am Anfang einen Verdacht und eigentlich nur eine Sache im Kopf, warum Pete so reagiert haben könnte. Genauso kam es dann auch. Schade, aber die letzten Seiten habe ich gern gelesen, ohne Flaute und Langeweile. Allerdings war ich am Ende froh, dieses Buch endlich durchgelesen zu haben. Thriller war es für mich keiner, eher ein Familiendrama.  


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Samstag, 9. März 2019

~Roman~ Simone St. James~ Die schwarze Frau~

Verlag: Goldmann Verlag

Seiten: 448

ISBN: 978-3-442-48822-3

Preis Taschenbuch: 10 Euro

Kurzbeschreibung:

 Vermont 1950. Idlewild Hall ist ein Ort für Mädchen, die keinen anderen Platz in der Gesellschaft haben. Abends erzählen sich die Schülerinnen Schauergeschichten von der »schwarzen Mary«. Doch als eines Nachts eine von ihnen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, wird der Schrecken real. 2014 ist das Internat eine Ruine, aber die Journalistin Fiona Sheridan kann nicht von Idlewild Hall lassen: Hier wurde vor 20 Jahren ihre Schwester ermordet. Als man bei Renovierungsarbeiten eine weitere Mädchenleiche findet, beginnt Fiona zu recherchieren. Dabei rührt sie an dunkle Geheimnisse, die besser für immer verborgen geblieben wären …




Meine Meinung:

So viel Grusel und Gänsehaut wie bei diesem Buch hatte ich schon lange nicht mehr. Der Prolog macht sofort neugierig auf die Geschichte und hat mir auch sofort Angst gemacht und kalte Schauer über den Rücken gejagt.

Fiona, genannt Fee, kann den Tod ihrer Schwester einfach nicht vergessen und sie kann auch nicht loslassen, in diesem Fall zu rühren. Für sie sind noch viel zu viele Fragen offen, nichts ist wirklich schlüssig. Als das Internat, auf deren Feld ihre Schwester vor Jahren aufgefunden wurde, nun plötzlich verkauft  und neu saniert werden soll, beschließt sie, sich dem anzunehmen und darüber zu schreiben. Denn Fee ist Journalistin und ihr Freund Jamie ist Polizist. Ob das zusammenpasst?

Auf der anderen Seite liest man von früher, als das Internat noch voller Leben und mit den Mädchen besetzt war. Hier hatte ich praktisch ständig Schiss weiterzulesen, dabei bin ich sonst nicht so der Angsthase, aber die Autorin hat hier eine ganz eigene, seltsame und erschaudernde Stimmung erschaffen. Richtig gut!  Ob es diese schwarze Mary wirklich gab? Ich hab mir ständig Gedanken darum gemacht und konnte nicht aufhören zu lesen.

 Schnell verbindet sich das früher mit dem heute und immer mehr Protagonisten scheinen in diesen Fall verwickelt zu sein, allerdings schweigen die meisten... 

Nach ein paar kleinen Längen zwischendurch, hat das Buch zum Ende hin nochmal richtig Fahrt aufgenommen und ich bin immer wieder aufs neue begeistert und überrascht worden. Für meinen persönlichen Geschmack war ein wenig zuviel Mystik bzw. übersinnliches vorhanden, allerdings kann ich da nicht wirklich meckern denn es hat gepasst und ich hätte mir das vorher auch schon denken können. 

Die Auflösung am Ende war mega, spannend und gefährlich, mit einer kleinen Wendung, mit der ich so auch nicht mehr gerechnet hätte, da ich dachte es wurde bereits alles aufgeklärt. Fragen sind zum Schluss auf jeden Fall keine mehr offen geblieben. Von mir eine klare Empfehlung! 


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Samstag, 2. März 2019

~Roman~ Kati Naumann~ Was uns erinnern lässt~

Verlag: Harper Collins

Seiten: 400

ISBN: 9783959678056

Preis E-Book: 16,99 Euro

Preis gebundene Ausgabe: 20 Euro

Kurzbeschreibung:

1977: Das Zuhause der vierzehnjährigen Christine ist das ehemals mondäne Hotel Waldeshöh am Rennsteig im Thüringer Wald. Seit der Teilung Deutschlands liegt es hinter Stacheldraht in der Sperrzone direkt an der Grenze. Schon lange findet kein Wanderer mehr den Weg dorthin. Ohne Passierschein darf niemand das Waldstück betreten, irgendwann fahren weder Postauto noch Krankenwagen mehr dort hinauf. Fast scheint es, als habe die DDR das Hotel und seine Bewohner vergessen.

2017: Die junge Milla findet abseits der Wanderwege im Thüringer Wald einen überwucherten Keller und stößt auf die Geschichte des Hotels Waldeshöh. Dieser besondere Ort lässt sie nicht los, sie spürt Christine auf, um mehr zu erfahren. Die Begegnung verändert beide Frauen: Während die eine lernt, Erinnerungen anzunehmen, findet die andere Trost im Loslassen.



Meine Meinung:

Ein sooo super Roman! Milla ist unterwegs im Wald und findet völlig überraschend einen Lost Place. Perfekt für ihre Internetseiten, denn genau mit diesem Thema beschäftigt sie sich schon eine ganze Weile und das ziemlich erfolgreich. Außerdem ist sie noch alleinerziehende Mutter von Neo, einem echt lieben, dennoch ziemlich anstrengenden Kind, denn er hat in vielen Bereichen des Lebens bereits seine eigene Meinung. Ich habe so gern von ihm gelesen.

Schnell erfährt Milla, worum es sich bei diesem alten Kellergebäude handelt, nämlich das ehemalige Hotel Waldeshöh und lernt einen Teil deren ehemnaliger Besitzer kennen und schätzen. Doch sofort gibt es neue Probleme, denn das Hotel gehört niemandem mehr und so wirklich weiss auch keiner, was damals eigentlich genau geschehen ist und vor allem WIE so vieles geschehen konnte. 

Als Leser bekommt man diese beeindruckende und spannende Geschichte von 2 Seiten aus zu lesen. Einmal von ganz früher, beginnend in den 1950er Jahren und dem Beginn des Hotels mit der jungen Familie um Johanna und Arnold. Diese, mitunter sehr schweren, Zeiten haben mich tief beeindruckt...allerdings schwingt auch soviel Hoffnung mit und die Autorin beschreibt eindrucksvoll, wie man auch in schweren Zeiten als Familie nie den Mut verlieren muss, wievieles man auch mit ganz einfachen Dingen und ganz viel Fantasie schaffen und erreichen kann. Der Leser bekommt sozusagen die komplette Entwicklung der Famile mit, auch das Älter werden und wie diese Familie sich erweitert, wie eine neue Generation entsteht. Wie neue Probleme aufkommen, gepaart mit vielen Schreckensentwicklungen der damaligen Zeit. 

Auf der zweiten Seite liest man über Milla im "jetzt" und darüber, was die verbliebenen Familienmitglieder nun planen. Da sind natürlich nicht alle einer Meinung und ich war wirklich gespannt, in welche Richtung sich diese eigene, kleine Geschichte entwickelt, denn es sind viele Hürden zu überwinden. Vorher ist allerdings eines viel wichtiger: Einigkeit und vor allem DIE WAHRHEIT! Ich fand das Buch so wunderbar. Aufwühlend, nachdenklich machend, authentisch mit einem perfekt gelungenen Sprung in die Vergangenheit. Ganz große Empfehlung von mir!



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Sonntag, 24. Februar 2019

~Roman~ Mina Baites~ Der weisse Ahorn~ (Die Breitenbach Saga 1)

Verlag: Tinte & Feder

Seiten: 312

ASIN: B07HYWX7DX

Preis Taschenbuch: 9,99 Euro

Kindle Edition: 4,99 Euro

Kurzbeschreibung: 

Auftakt einer fulminanten Familiensaga, die vom bewegten Schicksal deutscher Auswanderer in Amerika erzählt und zugleich die Stadt Berlin am Ende des 19. Jahrhunderts schillernd in Szene setzt.
Berlin, 1881. Die Schuhfabrikation der Familie Breitenbach ist unter Bedrängnis geraten. Georg Breitenbach soll in Colorado eine Tochterfabrik eröffnen, die ihr Überleben garantiert. Seine abenteuerlustige Schwester Rosa begleitet ihn nach Übersee. Dort möchte die rebellische junge Frau ihren Traum von einem selbstbestimmten Leben und einer eigenen Schule verwirklichen. Mit Mut und dem unbedingten Willen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, wagen die Geschwister den Aufbruch in das Ungewisse der Neuen Welt und stehen bald weit größeren Herausforderungen gegenüber, als sie sich je vorstellen können.
Zuhause kämpft Vater Hermann Breitenbach mit ihrem Bruder Theodor nicht nur gegen einen Widersacher, auch in ihrem Privatleben erwarten sie turbulente Ereignisse. Wird es den Breitenbachs gelingen, dem Firmensymbol des weißen Ahorns, das für Stabilität und Familienzusammenhalt steht, auch in unruhigen Zeiten gerecht zu werden?



Meine Meinung:

In diesem Buch werden die wichtigsten Charaktere gleich vorweg vorgestellt, das fand ich sehr gut, denn so konnte man die Protagonisten gleich viel besser zuordnen.

Nach "Die silberne Spieldose" bin ich ein großer Fan von Mina Baites und habe mich sehr auf den ersten Teil der Saga gefreut.

Ende des 18. Jahrhunderts werden die Breitenbachs erpresst und so beschließt die Famile, eine Tochterfabrik weit weg von Berlin, in Colorado,  zu eröffnen. Auch wenn der Vater seine Tochter Rosa erst nicht mitziehen lassen will, mit ihrem Charme schafft sie es und hat bereits große, konkrete Pläne.

Die Breitenbachs als Familie fand ich übrigens super, auch wenn es immer wieder ein paar kleinere Probleme gibt, die Familie hält zusammen und achtet aufeinander und die Protagonisten waren jeder einzelne absolut interessant dargestellt. 

Ob auf dem Schiff Richtung Übersee, oder "zu Hause" in Berlin, es gibt immer wieder neue Dinge zu bewältigen, immer neue Überraschungen warten auf die Familienmitglieder. Positive wie auch negative. Auch als Rosa mit den beiden Männern endlich bei Tante Funny ankommt, kommt alles anders als gedacht. Ich kann hier nicht zu tief ins Detail gehen, da würde ich automatisch zu viel verraten ABER die Breitenbachs kämpfen, egal wo sie sich im einzelnen befinden. Ich war absolut begeistert von dem Buch und habe es verschlungen. Die anderen Teile kann ich kaum erwarten, ich würde so gerne jetzt schon wissen wie es weitergeht, denn jeder einzelne "Breitenbach" ist unvergleichlich interessant. Toller Start einer großen Saga! 


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Donnerstag, 21. Februar 2019

~Thriller~ Elisabeth Norebäck~ Das Schweigemädchen~

Verlag: Heyne

Seiten: 480

ISBN: 978-3-453-42280-3

Preis Taschenbuch: 12,99 Euro

Kurzbeschreibung: 



Deine Tochter verschwindet als Baby. Würdest du sie 20 Jahre später wiedererkennen?

Für einen kurzen Moment ist Stella unaufmerksam, in diesem Augenblick verschwindet ihre kleine Tochter Alice spurlos. Die Ermittlungen werden aufgenommen, Alice wird jedoch nie gefunden. Spuren weisen darauf hin, dass sie ertrunken ist, woraufhin sie für tot erklärt wird. Zwanzig Jahre später hat Stella ihr Leben wieder im Griff. Sie arbeitet als Psychotherapeutin und hat eine neue Familie. Als eines Tages eine junge Frau in ihre Sprechstunde kommt, wird Stella von einer Panikattacke übermannt. Sie ist überzeugt, dass es sich bei der jungen Frau um ihre tot geglaubte Tochter handelt. Die Begegnung ist der Auftakt einer gefährlichen Reise in die Vergangenheit. Stella will um jeden Preis herausfinden, was damals wirklich geschehen ist. Ist sie auf dem besten Wege verrückt zu werden oder soll sie ihrem Instinkt vertrauen?



Meine Meinung:


Auch in diesem Buch wieder kein großer Einstieg, ich war sofort mitten in der Geschichte mehr oder weniger gefangen. 

Stellas kleine Tochter verschwindet als Baby spurlos, rückblickend bekommt man dahin auch noch einige kleine Einblicke. Nun, viele Jahre später, kommt eine junge Frau in Stellas Sprechstunde und Stella erkennt in ihr, ihre verschwundene Tochter Alice. Nur das dieses Mädchen heute nicht mehr Alice, sondern Isabelle heisst.

Keine Zweifel, Stella war sofort klar, dass dieses Mädchen ihre Tochter ist. Die selben Merkmale wie früher und ein untrügliches Gefühl. Auch Isabelle scheint verwirrt und sich mit ihrer früheren Herkunft nicht ganz einig. Doch weiss Isabelle, dass sie evtl. einen anderen Namen trägt und wird sie herausfinden, dass Stella glaubt, ihre Mutter zu sein?

Protagonisten gibt es hier nicht viele. Man bekommt abwechselnd von Isabelle und Stella zu lesen und ab und zu auch von Kerstin. Mich hat die Geschichte zwischendurch mitunter tief beeindruckt, allerdings habe ich von einem Thriller nichts merken können. Auch verbirgt sich nirgends eine Wendung oder Überraschung, das Buch geht wirklich so weiter wie es Anfangs scheint und es passiert genau das, was ich dachte. Da muss man auch nicht kompliziert um die Ecke denken, es plätscherte halt so vor sich hin und es passiert das was man denkt und kein bisschen mehr. Einzig Stella und Isabelle haben mir ziemlich viel Freude bereitet...die beiden waren tolle und ausgeprägte Charaktere, mit denen das Lesen Spaß gemacht hat. Ein kleines Drama hat dann das Ende eingeläutet, hier dann tatsächlich mal ein kurzes Herzklopfen, dann war allerdings auch schon wieder alles vorbei.  



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Sonntag, 17. Februar 2019

~Thriller~ Nova Lee Maier~ Mutter, ich habe getötet~

Verlag: Edition M

Seiten: 462

ASIN: B07F11JVQ3

Preis Taschenbuch: 7,99 Euro

Preis Kindle Edition: 2,49 Euro

Kurzbeschreibung:

Helens Leben ist perfekt: Sie ist glücklich mit dem erfolgreichen Gastronom Werner verheiratet, ihre drei Kinder im Teenageralter sind anstrengend, aber wunderbar. Doch als sie eines Abends vom Sport zurückkommt, ist ein maskierter Fremder in ihrem Haus. Helen ist panisch vor Angst. Plötzlich fallen Schüsse …
Während sein Freund die Leute in dem einsamen Haus überfällt, wartet Ralf im Fluchtauto auf ihn. Aber er kehrt nicht zurück, nicht an diesem Abend und auch nicht in den nächsten Tagen. Während Ralf sich fragt, was eigentlich passiert ist, wird Helens Leben immer mehr zu einem blutigen Albtraum.





Meine Meinung:

Die ersten Seiten des Buches gleich so, wie ich einen gelungenen Anfang liebe. Kein großes Vorgeplänkel, sondern man lernt direkt Helen mit Mann und Kindern kennen. Eine laut meinem Eindruck leicht chaotische, dennoch gesittete und tolle Familie.

Als Helen vom Sport kommt passiert das Unglück, in ihr Haus wurde eingebrochen. Ab diesem Zeitpunkt habe ich überlegt, wie es denn jetzt noch viele Seiten weitergehen soll, denn der Täter war ja klar und was mit ihm passiert ist auch. Allerdings wurde ich eines besseren belehrt. Nun ging nämlich alles erst richtig los. Viele Charaktere gibt es nicht, Helens Familie und Ralf seine Familie. Alle aber so intensiv beschrieben, das keiner langweilig wirkte. Vor allem Ralf seine Entwicklung hat mich mehr als einmal überrascht.

Irgendwann kam dann eine Wendung die mich einfach nur umgehauen hat. Ich dachte nur in die vorgegebene Richtung und habe die große und schockierende Wahrheit komplett übersehen. Umso schockierender die ganzen neuen Details, das war wirklich geschickt eingefädelt. Vor allem im letzten Drittel haben sich dann so viele Ereignisse einfach überschlagen, so das dass Lesen ein wahrer Genuss war. Das Ende hat mich dann nochmal eiskalt schockiert, aber irgendwie auch total zufrieden gestellt. Ganz große Empfehlung von mir! 


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Samstag, 9. Februar 2019

~Psychothriller~ Wiebke Lorenz~ Einer wird sterben~

Verlag: Fischer E-Books

Seiten: 271

ASIN:  B07JNBP5BS

Preis eBook: 5,99 Euro

Preis Taschenbuch broschiert: 14,99 Euro

Kurzbeschreibung:


Sie ist allein im Haus. Allein mit ihrer Angst.
Sie kann mit niemandem sprechen. Nicht einmal mit ihrem Mann.
Was wissen die Leute im Auto?
Und vor allem, was werden sie tun?
Eines Morgens steht es plötzlich da. Das schwarze Auto. Mitten in der ruhigen Blumenstraße in einem gehobenen Wohnviertel. Darin ein Mann und eine Frau, die reglos dasitzen.
Stundenlang, tagelang.
Nach und nach macht diese stumme Provokation die Anwohner nervös. Allen voran Stella Johannsen, die sich immer und immer wieder die eine Frage stellt: Was wissen sie? Über die schreckliche Nacht vor sechs Jahren, als Stella und ihr Mann Paul einen schweren Unfall hatten. Einen Unfall, bei dem ein Mensch starb.
Sind sie deswegen hier? Was werden sie tun? Und wie viel Zeit bleibt Stella noch?



Meine Meinung:

Spätestens nach "Bald ruhest auch du" Bin ich riesiger Wiebke Lorenz Fan und hab mich mega auf dieses Buch gefreut.

Stella ist ganz alleine zu Hause, ihr Mann Paul ist Pilot und mal wieder wochenlang unterwegs. Seit dem Zeitpunkt, als sie das Auto unten an der Straße stehen sieht, deren Insassen keine Anstalten machen wieder wegzufahren, wird sie sichtlich nervös. Auch in der Nachbarschaft geschehen seltsame Dinge und jeder scheint gegen jeden zu sein. Außerdem scheint jeder sein eigenes dunkles Geheimnis zu haben.

Dafür das die Story bis auf einige kleine Rückblicke wirklich nur in der Straße spielt in der Stella wohnt, ist es wirklich extrem spannend und abwechslungsreich geschrieben. Ich hätte nicht gedacht, das man so viel aus so einer Geschichte machen kann. Wo ich anfangs noch dachte, eigentlich ist ja klar wie das alles ausgeht, wurde ich schnell eines besseren belehrt und bin mit einer komplexen und überraschenden Story belohnt.

Langweilig wird es auf keiner einzelnen Seite, denn es passiert sooo oft etwas, das hätte ich vorher nie gedacht. Die Protagonisten sind von der Anzahl her überschaubar, dennoch ist jeder so individuell und intensiv gezeichnet, dass es ein wahres Vergnügen war über jeden einzelnen zu lesen und zu rätseln, ob er vielleicht etwas mit der Geschichte, welche Stella bedrückt und panisch macht, zu tun haben könnte. Stella ihre Angst und Panik war die ganze Zeit über fast greifbar, es war zwar in etwa klar warum, aber die wirkliche Auflösung hat alles so gedreht und gewendet, dass war einfach nur genial und schließlich wurde einem die ganze Wahrheit praktisch vor die Füße gelegt. Wieder eine Wendung. Logisch, aber vorher für mich undenkbar gewesen. Das Ende hat mich dann direkt nochmal schockiert, aber auch irgendwie traurig gemacht. Wieder ein super Werk von Wiebke Lorenz!


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Platz 1 Anjas Kunterbunte Jahreschallenge

Bitte bitte seid mir nicht böse das ich jetzt erst dazu gekommen bin, Platz 1 auszulosen. Heut nun endlich habe ich mich aufgerafft, mir ging es wieder lange nicht so gut ABER wir haben einen Platz 1 und das ist 

LESEN ODER NICHT

Herzlichen Glückwunsch, bitte melde dich doch in den nächsten Tagen bei mir.

Dienstag, 5. Februar 2019

~Roman~ John Boyne~ Der Junge im gestreiften Pyjama~

Verlag: Fischer Verlage

Seiten: 288

ISBN 10: 3596806836

Preis Taschenbuch: 8,99 Euro

Kurzbeschreibung:

 Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.





Meine Meinung:

Einen wirklichen Klappentext worum es in diesem Buch geht, gibt es ja nicht wirklich. Aber natürlich hab ich schon von dem Roman gehört und wusste in etwa was auf mich drauf zukommt. 

Ich werde jetzt auch nichts weiter zur Handlung schreiben, außer das es um einen kleinen Jungen und seine Familie geht, die mitten im zweiten Weltkrieg Berlin verlässt und woanders ihre Zelte aufschlägt. Auch fand ich es interessant zu lesen, wie anders Kinder manche Situationen im Gegensatz zu Erwachsenen sehen und dementsprechend anders und offener damit umgehen. Aber auch, wie naiv Kinder eben in gewissen Situationen sind und Gefahren nicht immer gleich erkennen können. Mich hat der kleine Bruno zutiefst beeindruckt. Seine Familie hat mich überrascht und schockiert und die kleinen, aber gewaltigen Veränderungen die in dieser Familie geschehen sind, haben mich so nachdenklich gestimmt. 

Schade, dass ich diesen tollen Roman nicht in der Schule zu lesen bekommen habe, ich habe nun schon mehrfach gehört, dass dieses Buch in manchen Schulen zur Pflichtlektüre gehört. Finde ich absolut richtig, viele Kinder oder Jugendliche denken nach dieser Geschichte sicherlich anders über einige Dinge. Ich war begeistert und traurig zugleich und kann dieses Buch jedem empfehlen. 


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Montag, 4. Februar 2019

~Psychothriller~ Clare Mackintosh~ Deine letzte Lüge~

Verlag: Bastei Lübbe

Seiten: 463

ISBN: 978-3-404-17703-5

Ersterscheinung: 31.01.2019

Preis Taschenbuch: 11 Euro

Kurzbeschreibung: 

Vor einem Jahr hat sich Caroline Johnson das Leben genommen, genau wie ihr Mann nur wenige Monate zuvor. Ihre Tochter Anna leidet schwer unter dem Verlust, fragt sich wieder und wieder, was die Eltern in den Tod getrieben hat. Besonders seit sie selbst Mutter geworden ist, quält die Ungewissheit sie mehr denn je. Sie beginnt nachzuforschen, stößt schnell auf Lügen und Ungereimtheiten. Dann aber spürt Anna, dass jemand sie beobachtet, ihr nachstellt. Schon bald muss sie lernen: Manche Dinge sollte man besser ruhen lassen …




Meine Meinung:

Toller Klappentext der sofort neugierig macht. Auch der Einstieg in das Buch gelang mir ohne Probleme. Gleich lernt man Anna kennen, die einen schockierenden Hinweis in ihrem Briefkasten findet. Da sie selbst nie geglaubt hat, dass ihre Eltern Selbstmord begangen haben, bittet sie die Polizei, diesen Fall noch einmal genauestens zu untersuchen. Murray ermittelt erstmal nur für sich und mit ihm hat die Geschichte einen super interessanten Ermittler bekommen, dessen Freu und er ein ganz besonderes, schicksalhaftes Leben führen.

Zwischendurch liest man immer wieder die Gedanken einer anderen Person aus dem Jenseits, die unbedingt verhindern möchte, dass dieser Fall neu aufgerollt wird. Ich möchte aber gleich dazu sagen, das Buch hat nix mit Mystik zu tun...diese Gedanken aus dem Jenseits sollen einfach nur zur Erklärung dienen und haben die Geschichte super spannend gemacht. Diese Person macht sich große Sorgen um Anna und man spürt sofort die innige Liebe, die sie empfindet. So mystische leicht angehauchte Gedanken mag ich ja eigentlich nicht, hier hat es aber perfekt gepasst und richtig Spaß gemacht. Ich war auf jeden Fall sofort gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Anna fand ich sofort toll, sie war eine Person die weiss was sie will und für ihre Familie kämpft. Dann kam irgenwann beim lesen der Punkt wo ich nicht so richtig wusste, wie denn so eine Geschichte das ganze Buch weitergehen soll. Dann kam eine Wendung....WAHNSINN....mit der ich nie gerechnet hatte und die wirklich alles komplett neu gedreht hat. Ab diesem Augenblick konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn damit ging es erst richtig los. Es gab noch zwei oder drei Wendungen, welche einfach nur schockiert haben und für mich völlig unfassbar gewesen sind. Das war absolutes Lesevergnügen. Zur Handlung kann ich hier absichtlich nichts mehr schreiben, weil ich nichts sagen könnte, ohne zuviel zu verraten. Auf jeden Fall war dieses Buch ein kleines Highlight und an Spannung und Überraschungen kaum zu überbieten! Vor allem die letzte Seite hat mich, obwohl dieser Fall ja dann aufgeklärt war, noch einmal komplett umgehauen! 


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